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Planung und Auswahl eines Gartenzauns: Worauf kommt es an?

by Jens Jürgen
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Planung und Auswahl eines Gartenzauns

„Kaum etwas verbindet Nachbarn mehr als ein Zaun.“ In diesem Zitat des deutschen Heilpraktikers und Schriftstellers Erhard Blanck steckt keine Wertung, sondern vielmehr eine nüchterne Feststellung. Ein Gartenzaun als physische Grenze kann Nachbarn auf ganz unterschiedliche Weise zusammenbringen, sei es durch gemeinsame Planung und / oder den gemeinsamen Bau, den lockeren Plausch am Gartenzaun oder auch durch Streitigkeiten über die Platzierung oder Höhe des Zauns.

Wie auch immer sich die nachbarschaftliche Verbindung im konkreten Einzelfall gestaltet, bei der Planung und Errichtung eines Gartenzaunes gilt es, eine ganze Reihe von Aspekten zu berücksichtigen, um ein funktionales, optisch ansprechendes und den rechtlichen Vorgaben entsprechendes Ergebnis zu erzielen.

Rechtliche Vorgaben für den Bau von Gartenzäunen

Bevor es an die konkrete Planung geht, ist es wichtig, sich zunächst über die rechtlichen Vorgaben zu informieren. In Deutschland werden diese zum einen von den Bundesländern und zum anderen von den einzelnen Gemeinden geregelt und können sich, abhängig vom Wohnort, durchaus voneinander unterscheiden. Grundsätzlich geht es in diesem Zusammenhang um Eigentumsrechte, Höhen- und Abstandsvorschriften sowie unter Umständen auch um ästhetische Vorgaben. Folgende Regelwerke sind diesbezüglich relevant:

– Die Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslands regelt baurechtliche Vorgaben in Bezug auf die maximal zulässigen (genehmigungsfreien) Höhen von Zäunen sowie Abstände zu Grundstücksgrenzen und Straßen.

– Das Nachbarschaftsgesetz (NachbarG) des jeweiligen Bundeslands bestimmt Grenzabstände, Einfriedungspflichten, Wegerechte oder auch den Schutz vor Beeinträchtigungen.

Der Bebauungsplan (B-Plan) der jeweiligen Gemeinde legt darüber hinaus ortsspezifische Angaben zu Höhe, Design oder Ästhetik vor, um ein „ortsübliches“ Erscheinungsbild zu gewährleisten. Darüber hinaus können auch lokale Satzungen spezielle Vorschriften vorgeben. Ein Anruf beim zuständigen Bauamt ist ratsam, um Aufschluss über die lokalen Regelungen zu erhalten.

Funktionalität, Pflegeaufwand und Kosten im Vergleich

Bestenfalls fügt sich der Gartenzaun optisch harmonisch in das Gesamtbild des Gartens bzw. Grundstücks und der Immobilie selbst ein. Je nach persönlichen Vorlieben und den funktionalen Ansprüchen an den Zaun stehen einem unterschiedliche Materialien und Zaunarten zur Verfügung, die alle ihre individuellen Vorteile aufweisen. Neben der Witterungsbeständigkeit und der Haltbarkeit / Langlebigkeit, sollten auch der Pflegeaufwand und nicht zuletzt die Kosten bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Holzzäune

Holzzäune zeichnen sich vor allem durch ihr natürliches Erscheinungsbild, hohe Designvielfalt und in der Regel günstigen Anschaffungskosten aus. Sie fügen sich vor allem in naturbelassene Gärten ein und lassen sich flexibel gestalten. Allerdings ist ein relativ hoher Pflegeaufwand vonnöten, um einen Gartenzaun aus Holz langfristig gegen Witterungseinflüsse und Fäule zu schützen.

Metallzäune

Metallzäune überzeugen durch Stabilität und Langlebigkeit, bei gleichzeitig minimalem Pflegeaufwand. Auch hier gibt es unterschiedliche Optionen, von schmiedeeisernen, häufig individuell angefertigten Zäunen, über Aluminiumzäune bis hin zu Stahlzäunen wie Stab- oder Doppelstabmattenzäunen, wie man sie bei zaunglobus.de findet. Im Gegensatz zu Holzzäunen erfordern Metallzäune allerdings höhere Investitionen und eine aufwändigere Montage.

WPC-Zäune

Bei WPC handelt es sich um einen Holz-Kunststoffverbund, der eine holzähnliche Optik bietet, allerdings wetterfest ist und einen geringen Pflegeaufwand benötigt. Gartenzäune aus WPC sind resistent gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit und fügen sich vor allem in moderne Gärten ein. WPC-Zäune bieten eine enorme Vielfalt und sind in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich.

Fazit

Unabhängig davon, ob man einen Gartenzaun in Eigenregie durchführt, gemeinsam mit dem Nachbarn oder eine Zaunbau-Firma mit der Errichtung beauftragt – eine sorgfältige Planung und Einhaltung der lokalen Vorschriften sind unabdingbar, um eine langfristig zufriedenstellende Lösung zu erhalten und unnötige Zusatzkosten zu vermeiden.